Champagne Néret-Vély
Zwischen Bauernhof, Weinberg und Keller.

Weinbau und Landwirtschaft gehören zusammen.
Bei Néret-Vély gehören Weinberge und Bauernhof seit Generationen zusammen. Neben der Champagnerproduktion prägt die Landwirtschaft bis heute den Alltag der Familie.
Der Keller befindet sich in Vauchamps nahe dem Bauernhof. Die meisten Weinberge liegen in Festigny, im Herzen der Vallée de la Marne. Heute stehen Carole Néret-Marizy und Mathias Marizy für die Arbeit des Hauses.
Meunier, Bodenleben und offene Kellerarbeit.
Die Reben wachsen auf rund sieben Hektar, überwiegend auf kalk- und tonhaltigen Böden mit Mergelanteilen. Diese Böden bieten besonders dem Meunier ideale Bedingungen. Er ist mit rund 83 Prozent die prägende Rebsorte des Hauses. Ergänzt wird er durch Chardonnay, Pinot Noir und einen kleinen Anteil Pinot Gris.
Die Arbeit im Weinberg bleibt bewusst zurückhaltend. Pflanzenschutz wird begrenzt eingesetzt, mehrere Parzellen werden mit Pferden bearbeitet.
- Rebfläche
- 7 ha
- Hauptsächliche Weinberge
- Festigny
- Prägt den Rebbestand
- 83 % Meunier
- Keller & Landwirtschaft
- Vauchamps

Pferdearbeit und lebendige Böden.
Ein Teil der Bodenarbeit erfolgt mit Pferden vom Bauernhof. Für die Arbeit im Weinberg werden sie rund 20 Kilometer geführt. So lassen sich die Böden schonender bearbeiten und Verdichtung durch schwere Maschinen vermeiden. Reben, Wurzelraum und das Bodenleben werden dabei möglichst wenig belastet.

Die Handschrift im Glas.
Von der Pressung bis zur Vinifikation erfolgt die gesamte Verarbeitung im eigenen Betrieb. Je nach Charakter des Weines kommen temperaturkontrollierte Edelstahltanks, Holzfässer, Sandstein oder Keramik zum Einsatz. Auch Reserveweine werden teilweise im Holz ausgebaut.
Nach dem Degorgieren ruhen sämtliche Champagner mindestens drei Monate, bevor sie das Weingut verlassen.
Néret-Vély zeigt die Vallée de la Marne in unterschiedlichen Facetten. Manche Champagner sind offen, lebendig und für gesellige Momente gemacht. Andere entstehen über längere Zeit und besitzen mehr Tiefe, Struktur und Komplexität.


Was mich überzeugt hat.
Bei Néret-Vély hat mich vor allem überzeugt, wie selbstverständlich Landwirtschaft, Weinberg und Keller zusammengehören. Die Arbeit wirkt nicht inszeniert: Pferde im Weinberg, Meunier als klare Basis und ein Keller, in dem unterschiedliche Gefäße bewusst eingesetzt werden.
Für mich entsteht daraus kein Champagner nach Schema, sondern ein Stil mit eigener Handschrift. Genau solche Betriebe möchte ich bei Champagner Max zeigen und auswählen.