Champagne Herbert Beaufort
Tradition, die bis unter die Erde reicht.

Seit Jahrhunderten mit Bouzy verbunden.
Die Geschichte der Familie Beaufort ist seit dem 16. Jahrhundert mit dem Weinbau in Bouzy verbunden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Marcelin Beaufort und sein Sohn Herbert mit der eigenen Champagnerproduktion.
Heute führen Henri, Hugues und Ludovic Beaufort den Familienbetrieb weiter. Sie bewirtschaften rund 14 Hektar Rebfläche und setzen die Arbeit der vorangegangenen Generationen fort.

Weinberge auf Ton, Kalk und Kreide.
Die rund 14 Hektar verteilen sich über mehrere Grand-Cru- und Premier-Cru-Gemeinden der Montagne de Reims. Rund 10,5 Hektar liegen in Grand-Cru-Orten wie Bouzy, Ambonnay, Tours-sur-Marne, Verzy und Verzenay.
Die Reben wachsen auf ton- und kalkgeprägten Böden über Kreide. Das Durchschnittsalter liegt bei rund 40 Jahren. Der Reifezeitpunkt wird parzellenweise beurteilt, gelesen wird von Hand.

- Rebfläche
- 14 ha
- Grand Cru
- 10,5 ha
- Flaschen im Keller
- > 350.000
- Reife im Keller
- rund 3 Jahre
350.000 Flaschen unter dem Hof.

Direkt unter dem Weingut liegen zwei Kellerwelten nebeneinander. Den historischen Teil gruben Marcelin und Herbert Beaufort noch mit Spitzhacken in den Untergrund. Später wurde er um einen moderneren Bereich erweitert.
Heute ruhen dort mehr als 350.000 Flaschen. Die Champagner bekommen Zeit zur Reife, bevor sie das Haus verlassen – rund drei Jahre sind Teil dieser Arbeitsweise.
Von der Pressung bis zum Degorgieren und Etikettieren bleibt die Arbeit im eigenen Betrieb.

Reserveweine und Zeit.
Je nach Einsatz reifen Reserveweine in Edelstahl oder in französischen Demi-Muids mit 600 Litern Fassungsvermögen. Die malolaktische Gärung wird bewusst verhindert.
Pinot Noir, Reife und eine klassische Handschrift.
Beaufort zeigt eine klassische Seite der Montagne de Reims. Pinot Noir gibt vielen Cuvées Struktur und Tiefe, während die lange Flaschenreife und die bewusst bewahrte Säure für Spannung sorgen.
Diese Champagner müssen nicht laut sein. Ihre Stärke liegt für mich in Struktur, Reife und einer Handschrift, die über Generationen gewachsen ist.

Was mich überzeugt hat.
Bei Herbert Beaufort hat mich nicht allein die lange Familiengeschichte überzeugt. Es ist die Selbstverständlichkeit, mit der hier heute noch gearbeitet wird: Weinberge in und um Bouzy, ein Keller mit mehr als 350.000 Flaschen, viel Zeit auf der Flasche und Arbeitsschritte, die bis zum Degorgieren und Etikettieren im eigenen Haus bleiben.
Für mich steht Beaufort für die klassischere Seite meiner Auswahl: Pinot-Noir-geprägt, strukturiert und auf Reife gebaut. Kein Gegenentwurf zur Moderne – sondern ein Haus, das gar keinen Grund sieht, jedem Trend hinterherzulaufen.